Gewerbesteuerrückstellung in der Steuerbilanz ab 2008

Rückstellung trotz Abzugsverbot - Betriebsvermögen als Größenmerkmal für steuerliche Regelungen

Die Gewerbesteuer kann ab 2008 nicht mehr als Betriebsausgabe abgezogen werden.
Trotz des Abzugsverbots ist in der Steuerbilanz weiterhin eine Gewerbesteuerrückstellung zu bilden.

Im Gegensatz zur bis 2007 geltenden Regelung wird dabei ab dem Erhebungszeitraum 2008 die Gewerbesteuer in voller Höhe zurückgestellt. Unter Anwendung der sog. 5/6-Methode wurde bis 2007 die Gewerbesteuer mit 5/6 des Steuerbetrags zurückgestellt (5/6 der Gewerbesteuer, die sich vor Abzug der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe ergab).

Ab 2008 wird der durch die Gewerbesteuerrückstellung verursachte Weniger-Gewinn durch eine Hinzurechnung außerhalb der Steuerbilanz neutralisiert.

Wenn eine steuerliche Regelung auf das Größenmerkmal Betriebsvermögen abstellt, ist, sofern die Rechtsnorm nicht Gegenteiliges sagt, das Betriebsvermögen gemeint, das sich unter Berücksichtigung der anzusetzenden Gewerbesteuerrückstellung ergibt.

So mindert die Gewerbesteuerrückstellung das maßgebliche Betriebsvermögen z. B. für die Bildung eines Investitionsabzugsbetrags und die 20% Mittelstands-AfA (Betriebsvermögen 235.000 EUR bis 2008 und 335.000 EUR in 2009 und 2010).
(Rechtsgrundlage: Verfügung der OFD Rheinland vom 05.05.2009)

Veröffentlicht im Dezember 2009