Steuererklärung 2008 - Erleichterung bei haushaltsnahen Dienstleistungen

Auch Tätigkeiten in einem Haushalt innerhalb der EU sind begünstigt Verzicht auf Belegnachweis ab dem Veranlagungszeitraum 2008

Bisher führten Aufwendungen für hauswirtschaftliche Beschäftigungsverhältnisse und haushaltsnahe Dienstleistungen nur zu einer Steuerermäßigung, wenn die begünstigten Tätigkeiten in einem inländischen Haushalt des Steuerpflichtigen ausgeführt wurden.
Diese Beschränkung ist jedoch mit EU-Recht nicht vereinbar. Daher werden künftig auch Tätigkeiten, die in einem Haushalt innerhalb der EU bzw. des EWR ausgeführt werden, in den Steuerabzug nach § 35 a EStG einbezogen.
Die Begünstigung der im Ausland liegenden Haushalte ist auch bei allen noch nicht bestandskräftigen Veranlagungen früherer Jahre möglich.

Für eine Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen war bisher der belegmäßige Nachweis der Aufwendungen durch die Vorlage der Rechnung und des Kontoauszugs zum Nachweis der unbaren Zahlung auf das Konto des Leistungserbringers erforderlich. Auf diese Nachweise wird ab dem Veranlagungsjahr 2008 verzichtet. Der Nachweis kann jedoch auf Nachfrage des Finanzamts trotzdem erforderlich werden.
Es empfiehlt sich daher, dafür Sorge zu tragen, dass die bisher erforderlichen Nachweise weiterhin vorgelegt werden können.
(Rechtsgrundlage: Jahressteuergesetz 2008 vom 20.12.2007, BGBl 2007 I S. 3150, § 35a Abs. 2 Satz 5 EStG)

Veröffentlicht im März 2009