Abgeltungsteuer - Ansatz der Depotgebühren für 2008

Aufwendungen können dem Veranlagungszeitraum 2008 zugeordnet werden

Durch die Einführung der Abgeltungsteuer können Steuerpflichtige ab 2009 keine Werbungskosten bei den Kapitaleinkünften mehr abziehen. Lediglich ein Sparerpauschbetrag in Höhe von 801,00 EUR (1.602,00 EUR bei Zusammenveranlagung) kann von den Kapitalerträgen abgezogen werden. Darüber hinausgehende nachweisbare Werbungskosten sind auf Grund der Abgeltungswirkung der Abgeltungsteuer ab 2009 nicht mehr abzugsfähig. Hierbei stellt sich die Frage, wie Aufwendungen für Depotgebühren und andere im Zusammenhang mit der Depot- und Kontoführung regelmäßig anfallende Leistungen (z. B. Kosten der Erträgnisaufstellung oder Verwaltungsgebühren), die erst im Jahr 2009 gezahlt werden, beim Übergang zur Abgeltungsteuer zu berücksichtigen sind.
Grundsätzlich sind regelmäßig wiederkehrende Aufwendungen, wie z. B. Depotgebühren, bei Zahlung innerhalb der ersten 10 Tage des Jahres 2009 noch als Werbungskosten im Jahr 2008 anzusetzen.
Das Bundesfinanzministerium hat den Zeitraum von 10 Tagen für Depotgebühren und andere im Zusammenhang mit der Depot- und Kontoführung regelmäßig wiederkehrende Aufwendungen bis zum 31.01.2009 verlängert.
Damit können solche Aufwendungen, die bis zum 31.01.2009 gezahlt werden, dem Veranlagungszeitraum 2008 zugeordnet und als Werbungskosten zu den Kapitalerträgen des Jahres 2008 geltend gemacht werden.
(Rechtsgrundlage: Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 15.08.2008, IV C 1 - S 2000/07/0009)

Veröffentlicht im Februar 2009