Die Lohnsteuerkarte - ein Auslaufmodell

Elektronisches Lohnsteuerverfahren ersetzt die Karte ab 2011

Letztmals für das Jahr 2010 stellen die Gemeinden Lohnsteuerkarten in Papierform aus. Bereits auf den Lohnsteuerkarten 2009 und 2010 werden die neuen Identifikationsnummern (siehe dazu unseren im August 2008 veröffentlichten Artikel unter der Rubrik "Das betrifft Sie") der Arbeitnehmer aufgedruckt.
Durch diese Angabe können die Arbeitgeber die Identifikationsnummer ihrer Arbeitnehmer in den Lohndaten aufzeichnen, ohne sie gesondert von den Arbeitnehmern erfragen zu müssen.
Ab dem Jahr 2011 werden die für den korrekten Lohnsteuerabzug der Arbeitnehmer benötigten persönlichen Besteuerungsdaten durch die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ersetzt, die das Bundeszentralamt für Steuern den Arbeitgebern in einem automatisierten Abrufverfahren bereit stellt.
Für den Abruf der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ab dem Jahr 2011 benötigt der Arbeitgeber die Identifikationsnummer des Arbeitnehmers.
Bei Eintritt in ein Dienstverhältnis hat der Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber seine Identifikationsnummer und den Tag seiner Geburt mitzuteilen, damit der Arbeitgeber den Abruf der Lohnsteuerabzugsmerkmale vornehmen kann.
Die alte Lohnsteuerkarte wird somit durch ein neues elektronisches Verfahren ersetzt. Bereits im Jahr 2010 soll eine Erprobungsphase für das neue Verfahren stattfinden, an der alle Arbeitgeber teilnehmen können. Der Zeitpunkt des erstmaligen Datenabrufs wird durch ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums bekannt gegeben, das im Bundesteuerblatt veröffentlicht wird. Wir werden darüber berichten.
(Rechtsgrundlagen: §§ 39 und 39e EStG)

Veröffentlicht im: November 2008