Einkommensteuererklärung 2007 - Spendenabzug neu geregelt

Höherer Abzug ist möglich - Vereinfachung beim Nachweis

Ab 2007 können Spenden für alle gemeinnützigen Zwecke einheitlich bis zu einer Höhe von 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte als Sonderausgaben abgezogen werden. Bisher wurden Spenden für kirchliche, religiöse und gemeinnützige Zwecke mit 5 % und Spenden für mildtätige, wissenschaftliche und besonders förderungswürdige kulturelle Zwecke mit 10 % des Gesamtbetrags der Einkünfte anerkannt. Damit können ab der Einkommensteuererklärung 2007 erheblich höhere Spenden abgezogen werden.
Für Mitgliedsbeiträge an Körperschaften, die u. a. den Sport oder die Heimatpflege und Heimatkunde fördern, ist der Spendenabzug jedoch ausgeschlossen. Der bislang auf Großspenden beschränkte Spendenvortrag im Rahmen der Höchstgrenzen ist ab 2007 zeitlich unbegrenzt für alle nicht steuermindernd berücksichtigten Spenden möglich.
Spenden bis 200 EUR (bisher 100 EUR) können im Rahmen des vereinfachten Zuwendungsnachweises mit einem Barzahlungsbeleg oder einer Buchungsbestätigung der Bank belegt werden. Der Abzug höherer Spenden wird von der Finanzverwaltung nur gegen Vorlage einer Zuwendungsbestätigung des Empfängers der Spende anerkannt.
Im Fall von Zuwendungen bei Katastrophen gilt allgemein der vereinfachte Zuwendungsnachweis.

(Rechtsgrundlage: Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements vom 10.10.2007)

Veröffentlicht im: April 2008