Zusammenfassende Meldung - Neue Fristen ab 1. Juli 2010

Monatliche Meldung für innergemeinschaftliche Warenlieferungen - Vierteljährliche Meldung bei Bagatellgrenze und sonstigen Leistungen

Die Verpflichtung zur Abgabe der Zusammenfassenden Meldungen (ZM) bei innergemeinschaftlichen Warenlieferungen und Dreiecksgeschäften wird ab dem 1. Juli 2010 von bisher quartalsweise auf monatlich verkürzt.
Gleichzeitig verlängert sich die Frist zur Abgabe der ZM vom 10. auf den 25. Tag des Folgemonats.

Sofern dem Unternehmer für die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung eine Dauerfristverlängerung gewährt wird, galt diese bislang auch für die Abgabe der ZM.
Diese Regelung wurde nun gestrichen.
Damit fallen die Abgabefristen für die Umsatzsteuer-Voranmeldung und die ZM auseinander.
So kann z. B. die Voranmeldung für Juli 2010 bei Dauerfristverlängerung bis zum 10. September abgegeben werden, die ZM muss jedoch schon zum 25. August an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) übermittelt werden.

Für Unternehmer, die nur in geringer Höhe innergemeinschaftliche Warenlieferungen und Dreiecksgeschäfte ausführen, bleibt es bei der quartalsweisen Abgabe der ZM (außer der Unternehmer wählt freiwillig die monatliche Abgabe).
Auch hier gilt als Abgabefrist der 25. Tag nach Ablauf des jeweiligen Quartals.
Die Bagatellgrenze liegt in 2010 und 2011 bei 100.000 EUR im Quartal, ab 2012 gilt diese Grenze mit 50.000 EUR.
Wird im Laufe eines Quartals die Bagatellgrenze von 100.000 EUR bzw. 50.000 EUR überschritten, hat der Unternehmer eine ZM für den laufenden Kalendermonat und die ggf. bereits abgelaufenen Kalendermonate des Quartals bis zum 25. Tag nach Ablauf des Kalendermonats abzugeben, in dem die Bagatellgrenze überschritten wurde.
Überschreiten die innergemeinschaftlichen Lieferungen und Dreiecksgeschäfte z. B. im August 2010 die Bagatellgrenze von 100.000 EUR, so muss der Unternehmer zum 25. September 2010 die ZM für Juli und August 2010 übermitteln.

Seit Beginn dieses Jahres sind auch innergemeinschaftliche sonstige Leistungen, für die der in einem anderen EU-Mitgliedsstaat ansässige Leistungsempfänger die Umsatzsteuer schuldet, in die ZM aufzunehmen und quartalsweise zu melden.
Für diese Leistungen gilt auch nach dem 1. Juli 2010 weiterhin die vierteljährliche Meldung mit einer Frist bis zum 25. Tag nach Ablauf des Quartals.

(Rechtsgrundlagen: § 18a UStG n. F., Gesetz zur Umsetzung steuerlicher EU-Vorgaben sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften vom 08.04.2010)

Veröffentlicht im Juni 2010